Josefine Göhmann

Biographie

Biographie Josefine Göhmann

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Engagements führten die junge deutsch-chilenische Sopranistin Josefine Göhmann an die Staatsoper Hannover, Festwochen Herrenhausen, das Theater Aachen, Sommerliche Musiktage Hitzacker, Opéra National de Lyon, Théâtre des Champs-Élysées Paris, Opéra Royal du Château de Versailles, Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo, Opéra de Vichy und die Semperoper Dresden mit Dirigenten wie Alberto Zedda, Lothar Koenigs, Daniel Kawka, Justus Thorau, Oliver Weder, Peter Leipold, Paul Weigold, Antanina Kalechyts und Roland Freisitzer.

Herauszuheben sind die Verkörperung der Titelpartie in Monteverdis L’incoronazione di Poppea beim "Festival Mémoires" der Opéra National de Lyon in der wieder belebten Inszenierung von Klaus Michael Grüber unter Integration darstellerischer Elemente tänzerischer Improvisation - so an der Opéra National de Lyon, Opéra Royal du Château de Versailles Paris und Opéra de Vichy; Deuxième Fille in Edison Denisovs Les Quatre Jeunes Filles (1986) beim Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo, sowie Blumenmädchen in Alexander von Zemlinskys Kreidekreis in der Regie von Richard Brunel an der Opéra National de Lyon; frz.Erstaufführung. Liveübertragungen und Funkmitschnitte im NDR (Harawi, Messiaen, 69. Sommerliche Musiktage Hitzacker) und auf France Musique (Ermione, Rossini, Alberto Zedda, Théâtre des Champs-Élysées Paris, 2016; Cercle de Craie, Zemlinsky, Opéra National de Lyon, 2018), Deutschlandfunk (réBelles!, Musik-Panorama), ORF/Ö1 (réBelles!, Zeit-Ton-Magazin).

Mit dem Wiener Ensemble für Neue Musik „reconsil“ verbindet Josefine Göhmann eine enge Zusammenarbeit; im Juni 2021 sang sie im REAKTOR/Wien unter der Leitung von Antanina Kalechyts das Sopran-Solo der lyrisch-experimentellen Suite „Lunaria“ (2008) von Ivo Nilsson und die Uraufführung des a capella Auftragswerkes „Réquiem para un niño“ (2020) von Aya Yoshida (*1991).

Vielseitigkeit an Sujet und Epoche bildet seit Jugendtagen als Solistin im Mädchenchor Hannover mit einer stilistischen Bandbreite von Spätrenaissance bis hin zu Uraufführungen von Pärt, Rautavaara, Eben, Koerppen, Schleiermacher und vielen anderen den Kern ihres künstlerischen Interesses.

Im Duo mit dem Pianisten Mario Häring stellt Josefine Göhmann im Frühjahr 2022 in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk ihr Debut-Album „reBELLES! portraits lyriques“ zum Thema weibliche Selbstbestimmung und 100 Jahre Frauenrechtsbewegung bei dem Label solo musica München vor.

Der Deutschlandfunk widmet dem Projekt „reBELLES!“ ein Musik-Panorama (28.03.22) sowie die Sendung „Wortspiel“ (11.05.22), wo das Auftragswerk „La Vierge de Cluny. Chant d´une femme“ für Sopran a capella von der philippinischen Komponistin Feliz Anne Reyes Macahis (*1987) analytisch vorgestellt wird. 

Mit der Förderung "NEUSTART KULTUR"/Ensemble des Deutschen Musikrat und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wird "réBelles!" mit dem Untertitel "femal(E)motion" als performativer Liederabend unter Einbindung anderer Künste wie Video/Jan Speckenbach und Cheoreographie/Louise Wagner realisiert.

Im Juni 2022 ist "réBelles!" unter dem Titel "Frauenbilder" beim Innovationsfestival "Neuland.Lied" des Heidelberger Frühling und des Liedzentrum Heidelberg zu Gast.

Im August 2022 ist "réBelles!" in der Elisabeth-Kirche/Berlin-Mitte zu erleben.


Unter dem Titel „Weib und Wahn“ setzt der Deutschlandfunk die Zusammenarbeit mit dem Lied-Duo in der "Open up!"-Konzertreihe aus dem Kammermusiksaal des Deutschlandfunk/Köln fort. Auf dem Programm stehen Werke von Wagner, Debussy, Liszt, Messiaen, Schumann, Strauss, Wagendristel und von Bingen. Im Fokus steht die Frage der weiblichen Hysterie, dem Gebet als Stigma der weiblichen "ultima ratio" im Spiegel der Lied-Literatur von der Romantik bis in die Moderne. Ein a cappella-Cantus der "Hildegard" rahmt das Programm ein. Klavier-Solo-Werke und Interview-Passagen unterstreichen den diskursiven Ansatz des Programms. Moderation: Jonas Zerweck. Ausstrahlung: 20.06.22

Josefine Göhmann wurde im Rahmen des „Festival della Valle d´Itria“ unter der musikalischen Leitung des Dirigenten Fabio Luisi in die Accademia del Belcanto „Rodolfo Celletti“ 2021 aufgenommen.

Josefine Göhmann ist Preisträgerin der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2016 und Finalistin des Richard-Strauss-Gesangswettbewerbs München 2018.

Josefine Göhmann studierte Gesang bei Carol Richardson, sowie in den Liedklassen von Jan Philip Schulze und Justus Zeyen an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Meisterkurse bei Charlotte Lehmann, Juliane Banse, Fernando Turina, Stephan Rügamer sowie Thomas Quasthoff auf der Schubertiade Schwarzenberg sowie "Le Studio" der Opéra National de Lyon ergänzen ihre Ausbildung. Seit 2020 arbeitet sie mit dem Belcanto Spezialisten Sherman Lowe.

Josefine Göhmann lebt in Berlin.