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DUO

LIED DUO
Josefine Göhmann/Sopran
Mario Häring/Klavier

LIED DUO

JOSEFINE GÖHMANN/sopran & MARIO HÄRING/klavier

LIED DUO

JOSEFINE GÖHMANN/sopran
MARIO HÄRING/klavier


Lied-Album "réBelles! portraits lyriques" in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk und dem Label "Solo Musica München".

"Weib & Wahn" Liederabend im Musik-Panorama des Deutschlandfunk am 20.06.2022, 21.05h.

Förderung "NEUSTART KULTUR ENSEMBLES" des Deutschen Musikrat und der Beauftragten der Bundesregierug für Kultur und Medien.

Kooperation mit dem Internationalen Musikfestival Heidelberger Frühling & Liedzentrum Heidelberg.

Josefine und Mario verbindet das Interesse für epochale Repertoirevielfalt, verschiedene Besetzungen und spezielle Themen.

Der Topos „Ophelia“ beschäftigt Josefine schon lange; mit Programm-Entwürfen, die etwa Lieder von Debussy, Chausson, Strauss und Rihm verbinden, hat das Duo sich über floral-enigmatische Welten der Figur Ophelia genähert.

In „réBelles! portraits lyriques. Frauenbilder 1900-2020“ hat Josefine ein Lied-Konzept vorgelegt, das Ophelia als Bündelungspunkt am Ende des Programmes erreicht, zuvor aber in drei weiteren Blöcken weibliche Archetypen aus dem Kontext Bibel (Vierge), Märchenwelt (Sirène) und Alltag (Héroïne) diskutiert.

Weibliche Selbstbestimmung heute, Identität, Lebensrealität und Stereotype stehen als Fragen im Raum.

réBelles! portraits lyriques“ wurde 2020-2022 als CD in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk und dem Münchner Label Solo Musica produziert, im April 2022 physisch und digital weltweit veröffentlicht. - Die europäische Fachpresse reagiert hoch lobend hinsichtlich Zusammenspiel, stimmlicher Exzellenz und Farbreichtum, pianistischem Einfühlungsvermögen und brillanter Intelligenz des vorgelegten Konzeptes als Gesamtkunstwerk mit Fotografien, die Pate stehende (Selbst)Portraits von Frauen zitieren.

Über die Förderung „Neustart Kultur/Ensemble“ des Deutschen Musikrat und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien entwickelt Josefine „réBelles!“ nun mit dem Arbeitstitel „femal(E)motion“ für performative Aufführungsansätze weiter:

In der Entwicklungsphase 1 arbeitet Josefine mit dem Filmemacher Jan Speckenbach und der Kostümbildnerin Martha Lange zusammen und entwickelt eine Videoprojektion mit cineastischen Referenzen auf Carl Theodor Dreyer und Jean-Luc Godard; Premiere hat das Konzept dann beim Heidelberger Frühling in Kooperation mit dem Liedzentrum Heidelberg im Herbst 2022; statt wie ursprünglich avisiert im Juni 2022 beim Innovationsfestival "Neuland.Lied".

Entwicklungsphase 2 beinhaltet eine Zusammenarbeit mit der Choreografin Louise Wagner, die multimedial und interdisziplinär Raum, Kostüm und Projektion verbindet. Diese groß angelgte performative Version wird an zwei Abenden und einer Matinée in der für avantgardistische Raumkonzepte hoch beliebten Elisabeth Kirche in Berlin-Mitte aufgeführt:

So entdeckt das Lied Duo Josefine Göhmann & Mario Häring für sich und das Publikum neue Welten, Lied zu (er)leben und ein todgesagtes Genre am aktuellen sozialpolitischen und soziokulturellen Diskurs teilhaben zu lassen.

Das Duo wurde in mehreren Sendungen des Deutschlandfunk wie „Musik-Panorama“ („réBelles! portraits lyriques“, „Weibliche Wut: Hildegard, Wagner und weiblicher furor“) und „Wortspiel. Das musikalische Gespräch“ herausgehoben und einer breiten, bundesweiten Radiohörerschaft präsentiert.

Der Musikjournalist Jonas Zerweck war betreuender Redakteur der Produktion „réBelles!“ beim Deutschlandfunk und hat Josefine und ihre Leidenschaft für Themen, Fragestellungen und Auftragswerke wie „La Vierge de Cluny. Chant d‘une femme“ (2020) von Feliz Anne Reyes Macahis für Sopran a cappella begleitet und in oben genannten Sendungen als Journalist und Moderator vorgestellt.


Fotos Lied Duo & réBelles! portraits lyriques: Felix Broede

Download Duo Text

Download Programm "réBelles!"

Download Programm "Weib & Wahn"

Download Programm "La Niña de Cadix"

rébelles

JOSEFINE GÖHMANN/sopran & MARIO HÄRING/klavier

Frauen.Bilder.

ViErge/SirÈne/HÉroine/OphÉlie

schoenberg/strauss/chausson/boulanger/honegger/hindemith/weill/messiaen/rihm
UA: reyes macahis/wagendristel/yoshida


JOSEFINE GÖHMANN/sopran
MARIO HÄRING/klavier


Neben Salome, Lulu, Elektra, Marietta und Mélisande in der Oper werden auch im Lied des 20. Jahrhunderts immer mehr Frauenbilder mit einem Riss offenbarenden kühnen Pinselstrich porträtiert. Dieser neue Pinselstrich steht für alles, was die Revolte Moderne mit Industrialisierung, Technisierung, Säkularisierung, Demokratisierung, Psychologisierung, Individualisierung verändert hat:
Wer will ich sein? Was darf ich sein? Was soll ich sein?
Wie sieht der Weg zur und in der Selbstbestimmung aus?


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts werfen Emilie Flöge in Wien und Madame Lanvin in Paris das Korsett weg, unter Opferung von Blut, Freiheit und Ansehen erkämpfen Frauen sich das Wahlrecht. Die Kunst experimentiert, kreiert, reagiert, revoltiert mit Dada, Kubismus, Expressionismus:
„Widerspruch“, Rebellion, Sinnlichkeit, Gewalt, Verstörung kommen auf die Leinwand, werden Musik. Werden Kunst und neue Schönheit. Neue Bilder entstehen. Andere Bilder entstehen.
Die bisherige Perfektion, die bisherige Ordnung und die bisherigen Regeln gibt es nicht mehr.

Komponisten wie Richard Strauss, Ernest Chausson, Arnold Schönberg, Lili Boulanger, Arthur Honegger, Paul Hindemith, Kurt Weill, Olivier Messiaen, Wolfgang Rihm sowie Alexander Wagendristel, Feliz Anne Reyes Macahis und Aya Yoshida zeichnen von 1900 bis 2020 allesamt Bilder von diesen neuen Frauen. Nicht nur auf der Opernbühne, auch im Lied. Sie sprechen klanglich mit Worten von Dichtern wie Else Lasker-Schüler, Richard Dehmel, René Morax, Francis Jammes, Gustavo Adolfo Bécquer, Bertolt Brecht und kehren immer wieder zurück zu Shakespeare.


Diese „portraits lyriques“ sind so verschieden wie verwandt: Sie handeln von der Jungfrau Maria, Maria Magdalena, von Judith: ViErge. Von der Meerjungfrau, von einer trunkenen Tänzerin, Träumen: SirÈne. Von Nanna, der heiligen Johanna der Schlachthöfe, von der Inka-Maid Piroutcha: HÉroïne. Und immer wieder von: OphÉlia. Einem Enigma, das alles und alle (ver-)eint:
Jugend, Weiblichkeit, Unschuld, reines Herz, aufrichtige Liebe, Sehnsucht, Schmerz von Verlust und Verleugnung, Aufbegehren und Abwenden gegen alle. Allein. In Überzeugung. Die Wahl, die Entscheidung nehmend:


„Liberty of choice“.


Ophelia hat mit dem Leben bezahlt. - Müssen wir heute mit dem Leben bezahlen?
Können wir nicht aufstehen, sprechen, sein wie wir wollen?
Ein eigenes Leben, die eigene Entscheidung, ob Mutter, ob Arbeit, ob nett, ob zielstrebig, ob gläubig, ob säkular, ob sinnlich, ob leise, ob protestierend, ob schweigend, ob schön, ob „dagegen“:  


réBELLES!


Wir haben eine Stimme. Sie ist unser Gesicht. In Klang. Und sie gehört uns. Allein: Benutzen wir sie!
Josefine Göhmann

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